Argumente zur Kulturellen Aneignung unter der Lupe

Das Thema Kulturelle Aneignung ist in der heutigen Zeit allgegenwärtig: Vom Schulkind im „Indianerkostüm“ bis zu Frisuren von Prominenten wird stetig diskutiert, ob oder in welchem Maße das Übernehmen von Elementen anderer Kulturen akzeptabel ist.
Aurélia Bardon (Universität Konstanz) und Jennifer Page (City University of New York) gehen in ihrem Open-Access-Buch „Cultural Appropriation“ drängenden Fragen dieses Phänomens aus Sicht der politischen Theorie auf den Grund. Dabei untersuchen sie drei Hauptargumenten, die in den Diskussionen häufig vertreten sind: Diebstahl kulturellen Eigentums, Respektlosigkeit gegenüber anderen Kulturen und das nicht Eingehen auf Wünsche der kulturellen Gruppen. Die Autorinnen zeigen anhand ihrer Analyse, dass nicht jede Form der kulturellen Aneignung falsch sein muss, und diskutieren, in welchen Fällen ein politisches Eingreifen sinnvoll und umsetzbar wäre.
Das Open-Access-Buch “Cultural Appropriation“ (doi: 10.4324/9781003018698) ist online kostenlos zugänglich.

