Visualisierungs-Tool „CoronaVis“ bietet neue Features

Ein Team von Datenwissenschaftlern der Universität Konstanz um Professor Dr. Daniel Keim, Professor für Datenanalyse und Visualisierung, entwickelte im Frühjahr 2020 ein Visualisierungs-Tool mit dem Namen „CoronaVis“ (kurz für „Corona Visualisierung“). Diese Software ermöglichte es zunächst, einen Überblick über die Intensivbetten-Kapazitäten deutscher Krankenhäuser zu erhalten. „CoronaVis“ wurde in den vergangenen Monaten kontinuierlich weiterentwickelt und bietet mittlerweile eine Vielzahl zusätzlicher Features.

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Seit Beginn des ersten Lockdowns prägt die Corona-Pandemie das öffentliche Leben in Deutschland. Mit dem Ziel das eigene Know-How einzubringen, um Covid-19 möglichst effizient einzudämmen, starteten im Frühjahr 2020 Datenwissenschaftler  der Universität Konstanz rund um Professor Dr. Daniel Keim damit, ein Analysetool zu entwickeln, dass Infektionszahlen und verfügbare Intensivbetten übersichtlich und nach Region darstellt. Seit April 2020 ist „CoronaVis“ öffentlich zugänglich und wurde seither Schritt für Schritt angepasst und weiterentwickelt. Während mittlerweile eine Vielzahl von Corona-Dashboards verfügbar ist, bietet „CoronaVis“ mit seinen neuen Updates einige Features, die andere Corona-Datenportale bislang nicht anbieten.

Neu: Altersgenaue Inzidenzdarstellung
Über „CoronaVis“ ist nun auch eine Analyse der Inzidenzen nach Alter bis auf eine Auflösung für jedes einzelne Lebensjahr verfügbar, die als sogenannte „Heatmap“ darstellbar ist – einer Visualisierungsform, die der Aufnahme einer Wärmebildkamera ähnelt. So zeigt sich aktuell bundesweit beispielsweise eine Lücke bei der Altersgruppe der 35 bis 49 Jährigen, die sich nicht auf Anhieb erklären lässt. Eine Vermutung: Es handelt sich um die Kinder der altersbedingten Covid-Risikogruppen, die sich ebenfalls besonders vorsichtig verhalten.

Neu: Eigene Dashboards anlegen
Eine weitere „CoronaVis“ Neuerung: Es lassen sich nun nutzerspezifische Dashboards zusammenstellen. Ein Dashboard ermöglicht, gezielt Statistiken aus individuell interessanten Gebieten direkt gegenüber zu stellen, wie zum Beispiel einzelne Landkreise im Vergleich zum ganzen Land. Ebenfalls erhält man eine Übersicht neuer und besonders beliebter Dashboards.

Die neuen Features des „CoronaVis“ Portals erlauben maßgeschneiderte Detailansichten und Gegenüberstellungen, die jedem Einzelnen ermöglichen, einen Überblick über die jeweils individuell relevanten Corona-Daten zu erhalten. Die erstellten Dashboards können außerdem gespeichert und per Link einfach geteilt werden.

https://www.youtube.com/watch?v=I1ORQd9W9Ok

Neu: Visualisierung „Bundesnotbremse“
Seit dem 23. April 2021 ist die sogenannte „Bundesnotbremse“ in Kraft. „CoronaVis“ liefert nun ebenfalls einen tagesaktuellen Überblick, in welchen Kreisen die Notbremse greift. 

Kathrin Zander

Von Kathrin Zander - 26.04.2021

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